Author: Peter H. Gogolin

Schriftsteller, wohnt in Wiesbaden. Studium der Humanmedizin, Philosophie und Neuere deutsche Literaturwissenschaften, Ausbildung
zum Psychoanalytiker. Arbeitet seit 1981 als freier Schriftsteller. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. bei Kiepenheuer und Witsch, Suhrkamp, Kulturmaschinen. Spielfilme und Dokumentarfilme. Zahlreiche Theaterstücke.

Dem Sinnlosen Sinn abtrotzen

Shakespeare lässt im 2. Akt von »Wie es euch gefällt« den melancholischen Jacques sagen: Die ganze Welt ist Bühne Und alle Fraun und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab. Sein Leben lang spielt einer manche Rolle…

Ein Türöffner für Nietzsches Philosophie?

In der angeblichen Exklusivität der Philosophie, die so viele mutmaßen lasse, es ginge auch ohne philosophisches Denken, schrieb Peter Sloterdijk, spiegele sich »die Selbstausschließung der meisten vom Besten«. Wie also, wenn schon nicht die meisten, so doch zumindest mehr Leser…

Sah er es kommen? Eine Nachtnotiz zu Imre Kertész

Donnerstag, 15. Dezember 2016, bei Arien von Wagner, Verdi, Meyerbeer und Leoncavallo, gesungen vom nach wie vor unvergleichlichen Lauritz Melchior Vorgestern sah ich einen Filmbericht über den Münchner Fotografen York Hovest, der bei den letzten Naturvölkern im Amazonasgebiet gelebt und…

Am Beispiel der Dinge

Shakespeares ruhelose Welt

Zwanzig Reisen in »Shakespeares ruhelose Welt« Neil MacGregors Archäologie des impliziten Wissens von Peter H. Gogolin   Wären wir nicht immer schon mit einem Vorwissen von uns und unserer sozialen Wirklichkeit ausgestattet, wir wüssten vermutlich nicht einmal, was wir mit…

Ökonomie und Hölle

Zu Jacques Le Goffs Buch „Wucherzins und Höllenqualen“ Vorbemerkung: Am 1. April dieses Jahres starb Jacques Le Goff, der französische Historiker und Spezialist für die Geschichte des Mittelalters. 1988 erschien bei Klett-Cotta sein Buch „Wucherzins und Höllenqualen“ über die Ökonomie…

Bekiffte Nächte in Manhatten

Jonathan Lethems skurrile Personage in seinem neuen New York Roman »Chronic City« als Fundament für ein betörendes Leseerlebnis. Kennen Sie zufällig Penner, die Biller heißen? Oder Chase? Perkus Tooth? Eine lesbische Galeristin namens Naomi Kandel? – ein Schelm, der bei…