Autor: Peter H. Gogolin

Schriftsteller, wohnt in Wiesbaden. Studium der Humanmedizin, Philosophie und Neuere deutsche Literaturwissenschaften, Ausbildung zum Psychoanalytiker. Arbeitet seit 1981 als freier Schriftsteller. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. bei Kiepenheuer und Witsch, Suhrkamp, Kulturmaschinen. Spielfilme und Dokumentarfilme. Zahlreiche Theaterstücke.

Sah er es kommen? Eine Nachtnotiz zu Imre Kertész

Donnerstag, 15. Dezember 2016, bei Arien von Wagner, Verdi, Meyerbeer und Leoncavallo, gesungen vom nach wie vor unvergleichlichen Lauritz Melchior Vorgestern sah ich einen Filmbericht über den Münchner Fotografen York Hovest, der bei den letzten Naturvölkern im Amazonasgebiet gelebt und…

Am Beispiel der Dinge

Shakespeares ruhelose Welt

Zwanzig Reisen in »Shakespeares ruhelose Welt« Neil MacGregors Archäologie des impliziten Wissens von Peter H. Gogolin   Wären wir nicht immer schon mit einem Vorwissen von uns und unserer sozialen Wirklichkeit ausgestattet, wir wüssten vermutlich nicht einmal, was wir mit…

Ökonomie und Hölle

Zu Jacques Le Goffs Buch „Wucherzins und Höllenqualen“ Vorbemerkung: Am 1. April dieses Jahres starb Jacques Le Goff, der französische Historiker und Spezialist für die Geschichte des Mittelalters. 1988 erschien bei Klett-Cotta sein Buch „Wucherzins und Höllenqualen“ über die Ökonomie…

Bekiffte Nächte in Manhatten

Jonathan Lethems skurrile Personage in seinem neuen New York Roman »Chronic City« als Fundament für ein betörendes Leseerlebnis. Kennen Sie zufällig Penner, die Biller heißen? Oder Chase? Perkus Tooth? Eine lesbische Galeristin namens Naomi Kandel? – ein Schelm, der bei…

Und wenn sie mich an der Mauer abknallen

Einar Schleefs Erzählungen und Fotografien »Ich habe kein Deutschland gefunden« Im Jahre 1966 stand ich auf einer Brücke vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof und fragte eine gepflegte alte Dame, die mir kaum bis zur Brust reichte, nach dem Weg. Als Antwort…

Wahrer Kitsch – Auftritt Jimmy Luntz

Denis Johnson: Ein Kandidat für den deutschen Krimipreis – Dem Kalender ist nie etwas anzusehen. Auch der Tag des Todes wird vermutlich ebenso unauffällig wie jeder andere beginnen; sinnlos, darüber zu jammern. Und wäre Jimmy Luntz, Kleinkrimineller und Protagonist von…