Category: Editorial

ZDF amputiert gesunden Arm

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Zur Entlassung Elke Heidenreichs Das ZDF amputiert sich den gesunden Arm; will sagen, den gesunden Geist, der wider die Senderpolitik gelöckt hat. Aber natürlich wird man den Wundbrand des trivialen Rentnerfernsehens nicht los, wenn man abschneidet, was gesund ist. Andererseits…

Gegen Tarifflucht

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ver.di und Orchestervereinigung wehren sich gegen Tarifflucht In der Auseinandersetzung mit dem Deutschen Bühnenverein (DBV) um eine Anpassungsklausel der Musikergehälter an den öffentlichen Dienst unterstützt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Deutsche Orchestervereinigung. ver.di fordere von der Arbeitgeberseite ein Ende der…

Warum husten Menschen im Theater?

An der leisesten Stelle fängt es an. Meisten aus den hinteren Reihen. Dann folgt jemand vorne rechts. Danach wieder hinten und dann links neben Ihnen. Jetzt sind Sie dran. Dann wird es auf der Bühne lauter und das Husten ist…

2. Runde Hungerlöhne

Tarifverhandlungen für Zeitungsredaktionen gehen in die zweite Runde   Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat vor der zweiten Verhandlungsrunde ihre Forderung nach höheren Gehältern und Honoraren für Zeitungsredakteurinnen und -redakteure sowie für freie Journalisten bekräftigt. "Von den…

Kohle und Sarrazin

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thumb_brennende_steinkohle01Leute bringt Kohlen mit!

Der Berliner Senator Sarrazin ist bekannt für seine merkwürdigen (ja, ja, man soll sich das merken!) Ansichten über Kosten und Armut, die Einkaufszettel der Hartz-IV-Opfer und nun für seine Ideen, die Berliner an winterliche Kälte zu gewöhnen. Sozusagen, ein sarrazinscher Abhärtungskurs für die Stadt.

Da nicht nur in den heimischen vier Wänden mit Kälte zu rechnen ist, heißt es sich darauf einzustellen, dass auch die Theater kalt bleiben. Jedenfalls findet Sarrazin Temperaturen von um die 15 Grad für ausreichend hoch – nicht nur zu Hause, nein auch in Büros. Und da wird es nicht ausbleiben, dass in jenen Theatern, in denen die Spitzenpolitiker der Partei der Linken und der SPD nicht verkehren, auch die Temperaturen sinken werden. Denn wo die Kulturförderung schon jetzt mies ist, bleibt nichts für die steigenden Energiekosten.

Offenbar hat Sarrazin einen Hang zur unmittelbaren Zeit nach dem
Zweiten Weltkrieg. Nicht nur, was die Kalorienversorgung angeht,
sondern auch hinsichtlich der Temperaturen. Und wenn die Preise für
Enerigie weiterhin so steigen, wie bisher, ist auch der Gefrierpunkt
leicht zu erreichen.

Sammeln für ein Plagiat

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thumb_stamp_pdrBerliner sollen für einen Palast spenden 

Die Kulturpolitik des Berliner Senats hat schon seit Jahren die Marotte, so zu tun, als würde Ephraim Kishon, der berühmte israelische Satiriker die Anleitung geschrieben haben. Nun aber ist sie vollends beim "Blaumilchkanal" angekommen.

War es in dem Stück Kishons noch eine ausgebrochener Irrer mit dem Fetisch, aus Tel Aviv ein zweites Venedig machen zu wollen, so braucht der Berliner Senat keine Dritten um seine Arbeit zu tun. Es geht auch nicht darum, den Ku'damm oder "Unter den Linden" in Kanäle zu verwandeln. Nein, es geht um ein Schloß. Das heißt, ganz eigentlich geht es um das Plagiat eines Schlosses: Des Berliner Stadtschlosses nämlich, welches an Stelle des aus politischen Asbestgründen abgerissenen Republikpalastes nun eines der Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt werden sollen.

Über Kritiken

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Unsere Kritiken Wir mögen keine vergleichende Kritik. Kulturwissenschaftler mögen uns diese ganz unwissenschaftliche Art des Kritisierens verzeihen. Für uns sind fast alle Aufführungen singulär. Wir versuchen, so gut wir können jede Aufführung des Stücks, die wir vorher gesehen haben, zu…