Category: Sachbücher

Erinnerungen

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Neuere Publikationen zum Spanischen Bürgerkrieg & der sozialen Revolution

Walther L. Bernecker / Sören Brinkmann: Kampf der Erinnerungen. Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936-2006, Verlag Graswurzelrevolution Neckersheim 2006, Preis: 20,50 EUR,  378 S., ISBN: 978-3-939045-02-0.
Sören Brinkmann: Katalonien und der Spanische Bürgerkrieg, edition tranvía, Berlin 2007, Preis: 17,80, 160 S., ISBN: 978-3-938944-12-7.
Arthur Lehning: Spanisches Tagebuch & Anmerkungen zur Revolution in Spanien, edition tranvía, Berlin 2007, Preis: 18,00 Euro, 196 S., ISBN: 978-3-938944-04-2.
Heiko Schmidt (Hrsg.): Die Freiheit fällt nicht vom Himmel. Fundstücke aus dem Spanischen Bürgerkrieg, Preis: 15 Euro, 192 S., ISBN: 978-3-00-024106-2.

thumb_republicanwoman1936gtaroUnter dem Titel „Kampf der Erinnerungen“ nähern sich Walther L. Bernecker und Sören Brinkmann dem Spanischen Bürgerkrieg und der mit ihm verbundenen Erinnerungspolitik. Walther L. Bernecker gilt nicht umsonst als eine Koryphäe auf dem Gebiet der deutschsprachigen Forschung zum spanischen Bürgerkrieg. In seinem Teil in „Kampf der Erinnerung“ thematisiert er die unterschiedlichen Facetten des Bürgerkrieges und der Revolution in kenntnisreicher und pointierter Weise.

Michel in der Antike

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thumb_250px-auguste_rodin_-_grubleren_2005-02Anja Trebbin: Michel Foucaults Weg in die Antike

Anja Trebbin ist in ihrer Arbeit „Michel Foucaults Weg in die Antike“ – einer überarbeiteten Fassung ihrer als Magisterarbeit am Fachbereich Philosophie eingereichten Analyse  – der Frage nach Kontinuität und Bruch im Werke des französischen Philosophen Michel Foucault (1926-1984) nachgegangen. Ihr Fokus liegt dabei auf dem Zeitraum zwischen der Veröffentlichung von „Wille zum Wissen“ (1976) und dem Nachfolgeband „Der Gebrauch der Lüste“ (1983), die in ihrer Konzeption und Thematik häufig als ein Bruch im Denken Foucaults gedeutet werden, obwohl sie ursprünglich beide als Teil einer sechbändigen Reihe unter der Überschrift „Sexualität und Wahrheit“ geplant waren. Die konkrete Bruchstelle ist die Fokussierung der beiden Bände; es war die ursprüngliche These Foucaults, daß das Subjekt durch die äußere Macht und den Diskurs konstituiert wird, während er im zweiten Band auf die Techniken der Selbstdisziplinierung setzt und analysiert, die er anhand von Beispielen aus der römisch-hellenistischen Antike belegt.

Chaos

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thumb_dowiechaoscoverRock’n’Roll aus der Kommune

Der Versuch, Subkulturen in Romanen adäquat abzubilden bzw. sie in einen Roman gekonnt einzubinden, ist in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt. Entweder ist der / dieAutorIn selber durch seine Zugehörigkeit zu dieser oder jener Subkultur zu tief in der Materie drin oder die Betrachtung entblößt sehr schnell die Unkenntnisse. Eine weitere Kategorie von Romanen umschifft diesen Problemkontext, indem bewußt mit Klischees gespielt wird.

Zu dieser Kategorie gehört auch der Debütroman „Chaos“ von der englischen Schauspielerin und Regisseurin Claire Dowie. Den Rahmen für ihren Roman bildet eine wilde 70er Jahre Hippiekommune, in der sich das Leben um Biogemüse, (pseudo)freie Liebe und Drogenkonsum dreht. In dieser Kommune wächst ihr Protagonist „Chaos“ auf, der mit seiner Band zum Weltstar aufsteigt und tragisch bei einem Autounfall ums Leben kommt. Ein Plot aus dem sich etwas machen liesse, den aber Claire Dowie leider verschenkt.

Chaos

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thumb_dowiechaoscoverRock’n’Roll aus der Kommune

Der Versuch, Subkulturen in Romanen adäquat abzubilden bzw. sie in einen Roman gekonnt einzubinden, ist in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt. Entweder ist der / dieAutorIn selber durch seine Zugehörigkeit zu dieser oder jener Subkultur zu tief in der Materie drin oder die Betrachtung entblößt sehr schnell die Unkenntnisse. Eine weitere Kategorie von Romanen umschifft diesen Problemkontext, indem bewußt mit Klischees gespielt wird.

Zu dieser Kategorie gehört auch der Debütroman „Chaos“ von der englischen Schauspielerin und Regisseurin Claire Dowie. Den Rahmen für ihren Roman bildet eine wilde 70er Jahre Hippiekommune, in der sich das Leben um Biogemüse, (pseudo)freie Liebe und Drogenkonsum dreht. In dieser Kommune wächst ihr Protagonist „Chaos“ auf, der mit seiner Band zum Weltstar aufsteigt und tragisch bei einem Autounfall ums Leben kommt. Ein Plot aus dem sich etwas machen liesse, den aber Claire Dowie leider verschenkt.

Das Bildungsprivileg

preisendoefer

preisendoeferDas Bildungsprivileg – Warum Chancengleichheit unerwünscht ist

Bruno Preisendörfer

 

Bruno Preisendörfer hat dem "Das Bildungsprivileg" ein Buch geschrieben, welches nicht nur auf die Schreibtische der Bildungspolitiker, sondern auch in die Hände, der von ihnen Betroffenen gehört: Den Schülern, Eltern, Lehrern. Der Band, dessen Preis von 16,95 Euro eine gut angelegte Investition ist, ist faktenreich und in hohem Maße fundiert.

Dabei ist das Buch nicht trocken geschrieben. Durch den persönlichen Bezug – Preisendörfer ist, wie ich auch 1957 geboren -, zur Entwicklung von Bildung und Schule in der BRD, den der Autor nicht zu oft und nicht zu selten bildet, liest sich "Das Bildungsprivileg" ohne Langeweile.

Das Bildungsprivileg

preisendoefer

preisendoeferDas Bildungsprivileg – Warum Chancengleichheit unerwünscht ist

Bruno Preisendörfer

 

Bruno Preisendörfer hat dem "Das Bildungsprivileg" ein Buch geschrieben, welches nicht nur auf die Schreibtische der Bildungspolitiker, sondern auch in die Hände, der von ihnen Betroffenen gehört: Den Schülern, Eltern, Lehrern. Der Band, dessen Preis von 16,95 Euro eine gut angelegte Investition ist, ist faktenreich und in hohem Maße fundiert.

Dabei ist das Buch nicht trocken geschrieben. Durch den persönlichen Bezug – Preisendörfer ist, wie ich auch 1957 geboren -, zur Entwicklung von Bildung und Schule in der BRD, den der Autor nicht zu oft und nicht zu selten bildet, liest sich "Das Bildungsprivileg" ohne Langeweile.

Rudi und Ulrike

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thumb_ruulrDem Götz das Ärschle zeigen

Jutta Ditfurth: Rudi und Ulrike

Jutta Ditfurth hat ein notwendiges und wichtiges Buch geschreiben; eines, welches ich ausgesprochen gerne empfehle. Und zwar all jenen Vertretern des Anti-68ger-Revisionismus' ebenso, wie denen unter uns, die sich – wie ich – die Platze ärgern über Geschichtsklitterung und Oberflächlichkeit.Ditfurth schreibt fundiert. Was sie schreibt, belegt sie. Und dieses Buch, welches sich vordergründig um die Freundschaft zwischen Rudi Dutschke und Ulrike Meinhof dreht, eröffnet den Blick in eine BRD- und Westberlin-Wirklichkeit, die mit ihren postfaschistischen Erscheinungsformen ins Vergessen geschrieben werden soll, von einer adenauernden Mischpoke von rückwärtsgewandten Wendehälsen, die den Kohl noch einmal aufmerkeln wollen, den wir gottlob zwar noch als Erscheinungsform gegenwärtiger Politik und Moral am Hals haben, aber wenigstens nicht mehr auf dem Sessel der ausführenden Macht.