Eine gewisse Tendenz

Eine gewisse Tendenz als vollständiges PDF in einem Stück.
Hier

Kommentiert

News image

Babylonisches Geflimmer

FAU ruft zum Boykott gegen das Kino Babylon Mitte auf Seit Mitte Juni wird im Kino Babylon Mitte ei... Read more

COMMENTS

News image

Jürgen Flimm wird Intendant de

Große Namen unter Linden Jürgen Flimm übernimmt zum 1. September 2010 die Lei... Read more

COMMENTS

News image

Ist Europa noch zu retten?

Ablehnung ist nicht undemokratisch Nicht nur in nationalistischen und chauvinistischen Kreisen me... Read more

COMMENTS

News image

Oh, Gott, oh, Gott!

Tanz den christlichen Gehorsam! Felix Ruckert, in Berlin lebender Tänzer und Choreograp... Read more

COMMENTS

Mailingliste

Kulturmaschinen-Liste-Abo
Deine Mail-Adresse
Dein Name (optional):
Dein Passwort zur Verwaltung Deiner Einstellungen bei der Mailingliste:
Passwort:
Nochmal:
Willst Du die Mails einzeln oder als Digest haben?
Nein Ja
Auch Sie können über die Mailingliste Termine schicken

Kommentiert

Kein Haus für Thilo

Du kommscht hier nicht rein!

Der Intendant des „Hauses der Kulturen“ will die von der Deutschen Verlagsanstalt im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals geplante Veranstaltung mit dem SPD-Mitglied Thilo Sarrazin so nicht mehr. In einer vom HdK herausgegebenen Pressemitteilung heißt es:

„Thilo Sarrazins polemische Thesen sind völlig konträr zur Grundhaltung des Hauses. Leider werden solche ausgrenzenden Positionen in der Gesellschaft immer wieder hochgespült. Daher halten wir eine kritische Auseinandersetzung gerade an unserem Ort für notwendig. Festivalleiter Ulrich Schreiber hat uns gestern mitgeteilt, dass der Verlag und Thilo Sarrazin einen kritischen Gesprächspartner auf dem Podium ablehnen. Das können wir nicht tolerieren: Die von uns gewünschte Form der Auseinandersetzung wird dadurch konterkariert. Bleibt es bei dieser Haltung von Thilo Sarrazin und des Verlages, wird die Veranstaltung bei uns nicht stattfinden.“

Da ist, ich bedauere diese unklare Haltung: der Ausweg nämlich – der kritische Gesprächspartner – ist schon eingebaut. Dabei kann in der Tat nicht sein, was an einem solchen Ort nicht sein darf: Einer Person, die mit solchen Positionen hausieren geht, wie es eben das SPD-Mitglied Sarrazin tut. Mit Positionen die von vielen als rassistisch und von manchen durchaus auch als faschistoid angesehen werden und die weiten Widerspruch, auch in seiner Partei, hervorgerufen haben.

Zu fragen wäre natürlich auch, weshalb populistische Propagandaliteratur, wie jene Sarrazins, die offenbar von der DVA ohne besondere Skrupel verbreitet wird, auf einem Literaturfestival, zumal einem internationalen zu suchen hat.

Es wäre wünschenswert gewesen, man hätte Sarrazin grundsätzlich und dauerhaft die Räumlichkeiten verweigert. Es steht ihm ja frei, sich andere Räume zu suchen, z.B. in den regionalen Hauptquatieren von NPD oder anderen Gruppen dieser Art.

Am 6. September übrigens wird die Berliner SPD über einen Ausschlußantrag gegen Sarrazin diskutieren. Bleibt zu hoffen, dass die Partei die Kraft findet, Sarrazin von sich aus den Weg in eine andere, seinen Positionen angemessene Organisation zu ebnen.

José Saramago ist tot

Josesaramagound wir berichten ein wenig spät davon. Wir wollen nicht viele Worte machen, wollen ihn nicht auf den großen Schriftsteller, der er, Nobelpreisträger, war, sondern darauf hinweisen, dass er mehr war, als jemand, der still geschrieben hätte und gelebt hätte in der tragbaren, immer mitgetragenen Kemenate, die viele Schriftsteller so sehr lieben, dass sie ohne diese innere und zugleich offensichtlichte räumliche Absonderung zu ihrer Umwelt gar nicht mehr sein möchten. Nein, so war er nicht.

Saramago war Kommunist. Sein Werk ist durchzogen von politischen Sichten und Einsichten. Die "Stadt der Bilden" ebenso, wie seine nur vermeintlich historischen Romane. Er schilderte das Leben jener, die zu den beherrschten Klassen zählten aus der gegenwärtigen Zeit herausgenommen und dadurch noch in ihr verstärkt.

Mit Saramango verliert die internationale Literatur einen großen Literaten, der internationale Kommunismus - denn nur einen solchen kann es geben - einen großartigen Genossen.

Helene, ach Helene

Helene Hegemann hat abgeschrieben. Und findet das gut. So weit, so klar. Sie ist sich keiner Schuld bewußt. Jene, die Plagiate aus dem Literaturbetrieb weiterhin verbannen wollen, sind nur zu dämlich zu begreifen, wie das Internet funktioniert. Das ist zwar Unsinn, aber den muss man als Erfinder des Unsinns auch erkennen können, was nicht einfach ist, wenn einem keiner vorschreibt, was man nachschreiben könnte. Die eigene geistige Arbeit reicht nicht einmal dazu aus, zu erkennen, was dieses Netz wirklich ist: Eine Informationsquelle und ein Hort der Meinungsfreiheit. Nicht ein Ersatz für eigene Arbeit und ein Hort zur Pflege der eigenen Faulheit.

Kann man im Buch von Frau Hegemann die ihre eigene Schöpfungshöhen noch erkennen? Was ist von ihr? Was ist von anderen? Bedeutet Ihre Einlassung (die ich nach 'Buchmarkt' [7.2.] zitiere) „»… dass das, was ich geschrieben habe, ein Stellvertreterroman für die Nullerjahre ist, muss auch anerkannt werden, dass der Entstehungsprozess mit diesem Jahrzehnt und den Vorgehensweisen dieses Jahrzehnts zu tun hat, also mit der Ablösung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum Kopieren und zur Transformation.« sie wolle nun immer so weiter machen, weil sie irgendwie für modisch korrekt hält.

Zur Ehrenrettung des Internets und der Mehrheit seiner User kann ich sagen: So war es nicht gemeint (und ich bin dabei, seit es diese Einrichtung gibt), so wird es auch in der Regel von seriösen Usern nicht genutzt. Hegemann beraubt sich selbst jeder Seriosität. Sowohl als Userin des Internets, als – und das wiegt mehr – Autorin. Der Ullstein-Verlag täte gut daran, das Buch vom Markt zu nehmen und der Autorin die Rechte zurück zu geben. Sie kann es dann ja im kleinen Sukulturverlag in Berlin erscheinen lassen. Da erschien schon das Orginal. Vielleicht bringen die es unter „Original und Fälschung“ als Doppelband heraus. Airens Strobo würde sich vermutlich und vermutlich diebisch freuen, wenn ich so sagen darf.

Gänzlich unverständlich aber ist, wie Teile der Literaturkritik auf das Plagiat reagieren. Zeitungen, die vor nicht allzu langer Zeit noch überlegt haben, den „Perlentaucher“ wegen der Übernahme von Kritiken zu verklagen, sehen jetzt plötzlich den Aufbruch in eine schöne neue Selbstbedienungswelt im Literaturbetrieb. So geht es nicht. Die Literaturkritik hat auch dafür zu sorgen, dass Kritik am Werk überhaupt möglich ist. Wenn das Beispiel von Hegemann Schule macht, verkommt die Literaturkritik im schlimmsten Fall auf das Niveau von XY. Wer klaut am Besten. Und aus dem Preis der Leipziger Buchmesse wird der Preis für den Meisterdieb. Vielleicht sollten jene, die in der Literaturkritik den Gedanken der Schöpfung und der Schöpfungshöhe noch verteidigen, ihren Kollegen von der Selbstbedienungsfraktion so gehörig in den Hintern treten, wie es sich gehört.

Wikieinträge Helene Hegemann Plagiat Sukulturverlag

Nobelpreis

thumb_herthamuellerStatt Dynamit nur Chinaböller


Obama und Müller sind zwei eklatante Fehlgriffe in der Nobelpreisvergabe. Was die Komitees geritten haben mag, den Friedensnobelpreis an einen US-Präsidenten zu vergeben, der bislang keinen einzigen Verdienst sein eigen nennen kann, kann man nur raten. Und beim Raten bleibt es auch hinsichtlich der Vergabe des Literaturnobelpreises.

Obama hat in der kurzen Zeit seit seiner Amtseinführung weder die völkerrechtswidrige Inhaftierung von Gefangenen in Guantanamo beenden können, noch ist sonst sichtbar, dass es mit seinen Wahlversprechen vorangeht. Allein die Erhöhung der Truppenzahlen in Afghanistan geht auf seine Kappe. Dafür den Friedensnobelpreis? Oder etwa deshalb, weil er der erste „schwarze" Präsident der USA ist? Das wiederum, also der Wahlsieg gegen allen Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft, ist nicht sein Verdienst, sondern das der Wähler. Man hat, so glaube ich, den Preis zu einem Anti-Preis herabgewürdigt. Die Vergabe an Obama ist gegen Bush gerichtet. Damit aber wird der Preis in seinem, eh' schon zweifelhaften Wert, noch mehr minimiert.

Weiterlesen...

Peter Zadek ist tot

hugo_simberg_garden_of_deathEin großer Regisseur

Peter Zadek ist heute in Hamburg nach einer schweren Krankheit gestorben.Zadek, der durch seine Shakespeare-Inszenierungen auf frischen Wind in der Theaterlandschaft sorgte und erheblichen Sprengstoff lieferte, gehörte zu den renommiertesten Regisseuren, auch über Deutschlands Grenzen hinaus.

Als Regisseur am Bremer Schauspielhauses schaffte er es - zusammen mit Peter Stein - das kleine Haus zu großem Ruhm zu führen.

Zadek arbeitet zu letzt als freier Regisseur und hatte zusammen mit Tom Stromberg 2005 die Theaterproduktionsgesellschaft "my way Production" gegründet.

Babylonisches Geflimmer

thumb_berlinbabylonFAU ruft zum Boykott gegen das Kino Babylon Mitte auf

Seit Mitte Juni wird im Kino Babylon Mitte ein Arbeitskampf geführt. Hintergrund ist, dass die Geschäftsleitung sich weigerte, über einen Haustarifvertrag zu verhandeln, der von der Gewerkschaft FAU in enger Zusammenarbeit mit der Belegschaft entworfen wurde. Trotz täglicher Präsenz der Gewerkschaft vor dem und im Betrieb und einer regelrechten Flut von lokalen bis internationalen Protestschreiben an die Geschäftsleitung zeigt diese sich weiterhin stur. Stattdessen versucht sie momentan, Stellen an das Zweitunternehmen der Geschäftsführer (Kino und Konzerte GmbH) auszugliedern, wodurch die offizielle Belegschaftszahl sinken und die Einflussmöglichkeiten des Betriebsrates weiter beschnitten würden.

Weiterlesen...

Call for Papers

erophil-logo CfP: Erotikliteratur - quo vadis?

  •  Veranstalter: Dipl.-Pol. Maurice Schuhmann, erophil - Leselust aus Leidenschaft 24.10.2009, Berlin
  •  Deadline: 14. Juli 2009

 Im Rahmen des ersten internationalen Festivals für Erotikliteratur in Berlin „erophil" wird am 24. Oktober 2009 in Nachbarschaftszentrum Urbandstraße (Berlin-Neukölln) eine Fachtagung unter dem Titel „Erotikliteratur - quo vadis?" stattfinden.

 Das Angebot zielt auf einen interdisziplinären Austausch von LiteraturwissenschaftlerInnen, SoziologInnen, WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Queer- und Genderstudies sowie VerlegerInnen und AutorInnen ab.

 Der Veranstaltungsort ist daher auch bewußt so gewählt, daß er aus dem gängigen akademischen Kontext herausfällt und eine die Diskussion der unterschiedlichen Genres fördernde Atmosphäre bietet und auch die Schwellenangst von BesucherInnen minimiert.


Weiterlesen...

Mario Benedetti 1920-2009

mario_benedettiPresente: Mario Benedetti

Mit Mario Benedetti verstarb am 17. Mai 2009 einer der bedeutendsten Schriftsteller Uruguays. Benedetti hinterlässt ein umfangreiches Werk an Lyrik, Romanen, Theaterstücken und journalistischen Artikeln, aber auch ein politisches Vermächtnis. Als Mitbegründer und Anführer der marxistisch-leninistischen "Bewegung der Unabhängigen 26. März" (1971) vertrieb ihn die faschistische Militärdiktatur ab 1973 für über ein Jahrzehnt ins argentinische, kubanische und spanische Exil. Zuletzt unterstützte Benedetti das progressiv-linke Bündnis "Frente Amplio", das Sozialdemokraten, Kommunisten, die ehemalige Guerilla der Tupamaros und selbst linke Christdemokraten unter seinem Dach vereint und seit 2005 in Montevideo die Regierung führt. Schon seit Ende der 1940er Jahre galt Benedetti als ausgewiesener Gegner des Imperialismus und später als engagierter Verteidiger der kubanischen Revolution, in den letzten Jahren auch der venezolanischen Revolution.

Weiterlesen...

Theater

"Gertrud" im Maxim Gorki Theat

Schleef geschleift Einen Rückblick auf alle gängigen Theatersünden bereitet A... ... weiter lesen

COMMENTS

Nichts Neues in Athen: Immer n

Die Internationale Theateravantgarde trifft sich in Athen Hellenic Festival zeigt von Juni ... ... weiter lesen

COMMENTS

News image

Donna Davison

Der Graf von Monte Fisto hat auch nur 14 Zentimeter Als Auftragsarbeit für das Deutsche... ... weiter lesen

COMMENTS

News image

Die Räuber - Schaubühne Berlin

Lars Eidingers Regiedebüt Das Bühnenbild beschränkt sich auf das Nötigste... ... weiter lesen

COMMENTS

More in: Theater

Literatur

News image

Florian Günther: Mir kann kein

... verkehrt intim ... Florian Günther säuft, verkehrt intim mit Frauen und schreibt darüber. Strec... Read more

COMMENTS

News image

Erophil: Call For Papers

Die Konstruktion des Anderen in der ErotikliteraturSeit jeher bilden die Exotik und Phantastik einen... Read more

COMMENTS

News image

Dreh Dich, Du Flasche

Erotisches Flaschendrehen Die Qualität der von Fetisch Audio veröffentlichten H&ou... Read more

COMMENTS

News image

Kurze Nächte

Falscher Untertitel? „... und belanglose Sexgeschichten" - möchte man gerne al... Read more

COMMENTS

Anzeige

Banner