Eine gewisse Tendenz

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Bildende Kunst

Whaless

wale (Berlin) Ausstellung: Whaless – Moderne künstlerische Rezeption der Gefährdung von Walen
 
Die Gefährdung von Walen ist in den letzten Jahren immer mehr aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit verschwunden. Katastrophen wie Tsunamis und die ersten spürbaren Folgen des Klimawandels haben das Interesse der Öffentlichkeit abgezogen. Die gemeinsam von Giovanni Cervi und Res Pira kurierte Gruppenausstellung „Whaleless“ rückt die Situation jener Spezi wieder ins Rampenlicht des Bewußtseins. 

Auf ihre Initiative in dem italienischen Lifestyle- und Kunstmagazin PIG vor drei Jahren hin, haben ca. 200 internationale KünstlerInnen Werke eingereicht, in denen sie sich mit der Situation der Meeressäuger und der Verantwortung des Menschen für ihren Schutz auseinandersetzten. Ein immer wieder auftauchendes Thema ist dabei die alttestamentalische Geschichte von Jonas, der im Bauch eines Wales gerettet wird. Bot der Wal Jonas Schutz in seinem Bauch und brachte ihn wohlbehalten an Land – in einer an das mystifizierte Bild von Mutterschaft erinnernden Darstellung – wird von vielen KünstlerInnen die Mutterschaft explizit thematisiert und in einer Verkehrung der biblischen Geschichte dargestellt.

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Das Amt bekleiden

thumb_agie"Niemand soll mehr sagen, dass unsere Kanzlerin schlecht angezogen ist"

Onkel & Onkel, der Independverlag, in dessen Verlagsprogramm unter anderem "Schlafende Hunde" von Susanne Schirdewahn erschienen ist, sorgt sich um das Bild der Kanzlerin. Weil wir faul sein wollen, drucken wir einfach die Presseerklärung ab und sagen mit aller Deutlichkeit, hier in diesem, unserem Lande: So geht es nicht! Nicht auf das Äußere kommt es an. Schäm Dich, Onkel & Onkel! Denn auch unter Angelika Merkel bleibt das große Wort Helmut Kohls richtig: "Wichtig ist, was hinten raus kommt!".

"Egal ob im Abendkleid, im Dirndl (Modell "Heidi") oder im Kampfanzug samt Sturmgewehr G36 - Angela Merkel macht in jeder Situation eine gute Figur. Davon ist zumindest der Berliner Verlag Onkel&Onkel überzeugt, der die Kanzlerin als Anziehpüppchen veröffentlicht.

Passend zum Beginn des Super-Wahljahres 2009 kann jetzt jeder Hand an die Kleiderwahl der Regierungschefin legen. Alles was man dazu braucht: Eine Bastelschere, etwas guten Willen und das "Angie Dressbook" des Independent-Verlages Onkel&Onkel aus Berlin-Kreuzberg. "Das verstehen wir unter Demokratie: Jeder kann sich sein eigenes Bild von der Kanzlerin machen. Dazu liefern wir klassische Outfits für alle Lebenslagen inklusive der passenden Accessoires. Denn Kleider machen ja bekanntlich Leute", so Verlagschef Oppmann. "Außerdem soll niemand mehr sagen, dass unsere Kanzlerin schlecht angezogen ist", ergänzt Oppmann mit einem Augenzwinkern.

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Zwei Ausstellungen in Berlin

thumb_staffeleiDamien Deroubaix, Bruno Perramant, Renaud Auguste – Dormeuil.

Malerei, Fotografie.
Im Rahmen des Austausches Paris – Berlin sind in der Galerie Christian Nagel drei Französische Künstler zu sehen.
Mein Augenmerk liegt auf den Malereien von Damien Deroubaix  (geb. 1972).
Zu sehen sind großformatige Papierarbeiten. Mischtechnik aus Collage, Aquarell, Acryl, Tusche. Apokalyptisches, konsequent mit dem Pinsel hingeschrubbt. Ein düsteres Abbild der Stimmung unserer Zeit. Endzeitangst, die bestialische Funktion des Geldes, die pathologische Betrachtung unseres Selbst. Es sind Bilder mit einer eigenen bedeutungsschwangeren Ikonografie. Das malerische Können bleibt nicht hinter dem Willen zum Inhalt zurück.

Jerry Berndt– Fotografie.

Sehenswerte Fotos der 60’ und 70’ Jahre, vornehmlich vom nächtlichen Boston. Beginnt die Schau mit nächtlichen Szenen der Stadt, kompositorisch guten  Arbeiten vom Verlassenen
Urbanen Raum, so wechselt sie daraufhin zu Abbildern des Nachtlebens. Hier stellt Berndt mit großer Nähe zu den Akteuren, die Prostituierten, Zuhälter und  die in den Bars Gestrandeten dar.

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