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TO FORGIVE - THE UNFORGIVABLE
A „PHILOSOPHER“ WHO WANTS TO DANCE...
DAS UNVERZEIHLICHE -VERZEIHEN
EIN „PHILOSOPH“ MÖCHTE TANZEN...
Performance von Peter Banki (in english)
Freitag, 9.7.2010 – 20:30 Uhr
Samstag, 10.7.2010 – 20:30 Uhr
Karten: an der Abendkasse - keine Reservierungen
Eintritt: 13 Euro (ermäßigt 9 Euro)
Konzept, Choreographie und Performance:
Peter Banki
Veranstaltungslink: http://www.schwelle7.de/UNFORGIVABLE.html
Ort: Schwelle 7
Uferstraße 6, HH, Aufgang links, 1. OG
13357 Berlin – Wedding (Nähe Uferstudios)
http://www.schwelle7.de
http://www.facebook.com/group.php?gid=286059761953
Verkehrsverbindung: U8 Pankstraße, U9 Osloer Straße, U9 Nauener Platz, SB Gesundbrunnen, SB Humboldthain, Bus M27 Brunnenplatz
http://maps.google.de/maps?daddr=13357+Berlin,+Uferstr+6
Hintergrund zu:
„Das Unverzeihliche – Verzeihen / ein “Philosoph” möchte tanzen
Eine der tiefgehendsten und intimsten Erfahrungen ist es, verletzt zu werden und nicht verzeihen zu können. Diese Unfähigkeit zur Vergebung ist oft nicht einmal eine Wahl. Etwas sehr Machtvolles in uns sagt “Nein”, selbst wenn man eigentlich “Ja” sagen und dem Anderen verzeihen möchte. Nur um die Dinge endlich einfacher, leichter oder besser zu machen. Es kann sogar passieren, dass das “Nein” insistiert und bleibt, selbst wenn man schon aufrichtig “Ja” gesagt hat.
Vergebung verweigert zu bekommen ist ebenfalls eine aufwühlende Erfahrung. Etwas im Anderen bleibt dann verschlossen und unerreichbar. Und die Vergangenheit, die man mit dem Anderen - oder auch mit dem Anderen in sich selbst – teilt, bleibt unabgeschlossen. Eine unheilbare Wunde.
Ich habe während der letzten Jahre viel über diese Aporien (Zwickmühlen) nachgedacht und geschrieben – auch im Zusammenhang mit den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die Nazis und ihre Kollaborateure im 2. Weltkrieg begangen haben. Aber man kann verstehen, wovon ich spreche, ohne diese Katastrophen heranzuziehen.
Die Unmöglichkeit zu vergeben - oder Vergebung zu bekommen- könnte eine elementare Dimension all unserer zwischenmenschlichen Beziehungen sein, und besonders bei den Menschen, die uns am wichtigsten sind. Vor allem in meinen Beziehungen zu den Menschen, die ich am meisten liebe, begegne ich ihr mit besonderer Wucht.
Die Performance ist von der Idee des Zuhörens geprägt. Sie bedient sich eines Schreibtischs, eines Stuhls und eines Aufnahmegeräts. Ich interagiere spielerisch mit Aufnahmen meiner eigenen Stimme. Es wird Gäste geben und das Publikum erhält Angebote sich einzubringen. Es kann aber auch lediglich beobachten.
Kann es einen Tanz des Unverzeihlichen geben? Oder vielleicht einen Tanz der Vergebung?
Bio PETER BANKI
studiert seit 1988 Philosophie und Literatur. Seitdem hat er bei einer Reihe zeitgenössischer Denker gelernt, unter anderem bei Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy. Zur Zeit lebt er in Berlin mit einem Stipendium der Freien Universität Berlin. Er hat Essays über Blanchot, Heidegger, Derrida, Freud, Lyotard und Lacoue-Labarthe in akademischen Zeitschriften in Französisch und Englisch geschrieben. Aktuell schreibt er gerade seine Doktorarbeit am Institut für Deutsche Sprachen und Literatur an der Universität New York unter der Leitung von Avital Ronell. Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Vergebung in einer Epoche der Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Seit 2003 hat er an mehrere Workshops und Arbeiten in Jagniatkow, Berlin und Black Rock City mit Felix Ruckert teilgenommen. Davor arbeitete er in New York mit Daniel Lepkoff, einem der Gründer der Kontaktimprovisation. Er tanzte zuerst 1997 mit Annetta Luce, die ihm beibrachte, seine Füße zu spüren. Er war ebenso 1998 in Sydney Mitgründer der elektronischen Zeitschrift Contretemps.
Seine Internetseite lautet: www.peterbanki.com
Kontakt:
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Background to:
To Forgive—the Unforgivable / A ‘Philosopher’ who wants to Dance
One of the most profound and intimate experiences is to be wounded and unable to forgive. The inability to forgive may not be something that is simply chosen. Something very powerful continues to say ‘no’, even if one would like to say ‘yes’, to forgive the other, believing that it will make things easier, lighter and better from now on. In certain cases even after one has said ‘yes’ and meant ‘yes’, the ‘no’ insists.
To be refused forgiveness is also profound. Something in the other remains inaccessible, unattainable. And the past that one shares with the other—or with the other in oneself—is unclosed, like an incurable wound.
I have been thinking and reading about these aporias for the last few years, particularly with relation to the crimes against humanity perpetrated by the Nazis and their collaborators during World War II. However, one can appreciate what I am talking about, without necessarily referring to the legacy of these crimes.
The impossibility to forgive—or to be forgiven—may be an elementary dimension of all our relations with others, and in particular, with the people who are most important to us. It is something that I encounter forcefully in my relationships with those I love the most.
This performance is structured around a notion of listening. There will a desk, a chair and a tape machine. I will respond physically and playfully to my own voice. There will be guest appearances as well as the opportunity to take part.
Can there be a dance of the unforgivable? A dance of forgiveness?
Bio
Peter Banki has invented several workshops and other events at Schwelle7 in Berlin. These include Fear Rituals (2006), The Reading Group (2007), Cultural Trauma (2007-2008), Queer Weekend: Romantic Life Performance (2008) and Plush Animal Fetish (2008). More information on these can be found either at http://www.xplore-berlin.de or below.
Since 2005, he has been writing a doctoral dissertation in the Department of German at New York University. The dissertation is entitled “To Forgive—the Unforgivable: Reinventing Memory in Jacques Derrida, Simon Wiesenthal, Jean Améry and Ingeborg Bachmann”. The dissertation defense is scheduled for September 2009.
He is currently doing an exchange year at the Friedrich Schlegel Institute at the Freie Universität in Berlin. He has also published essays on philosophers such as Maurice Blanchot, Jacques Derrida, Jean-Francois Lyotard and Philippe Lacoue-Labarthe in academic journals in both French and English. His research interests include theories of irony, romanticism, psychoanalysis, deconstruction, queerness, literature and philosophy of the Holocaust.
Since 2003 he has participated in workshops and other activities with Felix Ruckert in Jagniatkow, Berlin and Black Rock City. Prior to this he worked in New York with Daniel Lepkoff, one of the founders of contact improvisation. He began dancing in Sydney in 1997 with Annetta Luce, who taught him to feel his feet. Since 1999 he has sustained a regular practice of Iyengar Yoga. He also co-founded the electronic journal of philosophy Contretemps in 1998.
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